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Allgemeines über unseren Ort Creidlitz

 

Creidlitz ist ein Stadtteil im Süden der oberfränkischen Stadt CreidlitzCoburg. Bis 1972 sogar eine eigenständige Gemeinde, gehört Creidlitz nun seit dem 01.07.1972 zur Vestestadt. Creidlitz war eine slawische Siedlung, die sich an dem Fluß “Itz” bildete. Creidlitz ist älter als die Stadt Coburg. Im Jahre 870 fand Creidlitz unter dem Namen "Grilizi" erstmals Erwähung in einer Königsurkunde Ludwigs des Deutschen. Bei der Volksbefragung am 30. November 1919 stimmten bei einer Wahlbeteiligung von 75 Prozent die Coburger Bürger folgendermaßen ab:

26.102 Stimmen für den Anschluß an Bayern

3.522 Stimmen für den Anschluß an Thüringen

Hingegen etlicher immer wiederkehrender Falschmeldungen, die Abstimmung sei damals äußerst knapp gewesen, ist nicht richtig. Die Abstimmung war mehr als eindeutig.

88,11 Prozent der Wähler stimmten also gegen Thüringen und damit für Bayern.

Der letzte Bürgermeister war Hans Blümlein, nach dem heute ein Naherholungsgebiet in Creidlitz benannt ist.

Bauwerke:

Die evangelisch-lutherische Dr. Martin-Luther-Kirche ist das Wahrzeichen von Creidlitz. In ihr war Oberkirchenrat Wilfried Beyhl Pfarrer. Sie liegt auf einer Anhöhe mit dem Friedhof und das Kirchengemeindehaus davor. Die St. Elisabeth Kirche ist das Gotteshaus der katholischen Kirchengemeinde. Außerdem ist das im Jahre 2009 renovierte Gemeindehaus in der Creidlitzer Straße und die im Jahre 1903 erbaute Volksschule ortsprägend. Mitterweilen gehört auch ein Baumarkt, ein großes Autohaus, ein Supermarkt, eine Speditionsowie zahlreiche Handwerks- und Industriebetriebe zum Ortsbild.

Kulinarische Spezialitäten in Creidlitz:

Kulinarische Spezialitäten sind der "Merch mit Klöß", das traditionelle Kirchweihessen aller Creidlitzer. Dabei handelt es sich um Rindfleischscheiben mit Meerrettichsoße und Coburger Klöse, und natürlich die original Coburger Rostbratwurst.

Creidlitzer Heimatlied:

Der Komponist Johann Michael Haydn widmete dem Prinzen Friedrich Josias von Sachsen-Coburg-Saalfeld einen Präsentiermarsch, der heute unter dem Namen “Coburger Prinz Josias Marsch” bekannt ist.

Verkehrsanbindung:

Westlich von Creidlitz befindet sich die Gabelung der hier führenden Verkehrswege. Dies ist die im Itztal vierspurig ausgebaute von Nord (Richtung Suhl) nach Süd (Richtung Bamberg) verlaufende B4, von der hier bei Creidlitz die nach Osten (Richtung Hof) und Westen (Richtung Schweinfurt) führende zweispurige B 303 abzweigt. Seit September 2008 verfügt Creidlitz bzw. Coburg über einen direkten Autobahnanschluß der Bundesautobahn 73 Nürnberg - Coburg - Erfurt.

Eisenbahnanbindung:.

Auch gabeln sich in Creidlitz diverse Eisenbahnstrecken: Die von Eisenach, Meiningen, Sonneberg, Coburg nach Lichtenfels verlaufende Werrabahn und die stillgelegte Strecke Creidlitz-Rossach, die ehemalige Iztgrundbahn, die jetzt als Radwanderweg ausgebaut wurde. Viele Creidlitzer bezeichnen bis heute scherzhaft diese Strecke als Bahnverbindung: “Rodach-Rossach-Rom”. Doch die gute Eisenbahnanbindung hat auch leider ihre Nachteile: ewige Wartezeit am oberen Bahnübergang (Bächerei Feiler), auch wenn die Züge schon lange vorbeigefahren sind. (Dies liegt daran, das die Bahnschranken nur noch von einer Stelle aus bedient werden. Um Kosten zu sparen, wurde die Kontaktschleife hinter der Fa. Wein Müller, die ursprünglich nur den Bahnübergang am Bahnhof steuerte, auch noch an den oberen Bahnübergang angeschlossen. Deshalb öffnet die Schranke bei Bäckerei Feiler erst, nachdem der Zug am Bahnhof angehalten hat, und dann die Kontaktsachleife bei Wein Müller überfährt.) Creidlitz erhält bis zum Jahr 2015 eine Straßen-Unterführung im Bereich Bahnhof. Der obere Bahnübergang wird geschlossen. Danach müssten sich alle Wartezeiten erledigt haben!

Flugplatzanbindung:

Die Flugtechnische Arbeitsgemeinschaft Coburg e.V. (FAG Coburg) betreibt bei Creidlitz den Sportflugplatz Coburg-Steinrücken.

 

Das Creidlitzer Gemeindewappen:

Hintergrund: schwarz,

schräg gekreuzt ein goldenes Schwert

 und ein goldener Schlüssel,

darunter ein silbernes Hufeisen.
 

(ministerielle Zustimmung vom 29. Mai 1961 Nr. I B 1 - 3000/29 C1)

 

Was bedeutet unser Wappen?

Das Hufeisen erinnert an die Lage des schon als karolingisches Königsgut bekannten Ortes an der früheren Hauptverkehrsstraße von Leipzig über Nürnberg nach Oberitalien.

Schwert und Schlüssel wurden dem Wappen des Benediktinerklosters Saalfeld entnommen, das 1074 Reichsabtei und 1497 Fürstabtei wurde. 1516 in ein weltliches Chorherrenstift umgewandelt, fiel es 1525 der Säkularisation anheim. Von einer Schenkung der polnischen Königin Richeza 1075 bis zur Reformation gehörten zu dem ausgedehnten Klosterbesitz auch Güter in Creidlitz.

Die zusammen mit dem Wappen angenommene Gemeindefahne zeigt die Streifen Gelb, Schwarz und Weiß gemäß den Farben des neuen kommunalen Hoheitszeichens. Frühe Gemeindesiegel mit individuellem Bildgehalt sind für Creidlitz nicht bekannt. 1762 führte die Gemeinde nur den sächsischen Schild mit dem Rautenkranz im Siegel, welches genau dem Gemeindewappen von Drossenhausen gleicht.

      

Basisdaten Creidlitz:

Land: Deutschland

Bundesland: Bayern

Regierungsbezirk: Oberfranken

Landkreis: südlichster Stadtteil der kreisfreien Stadt Coburg

GPS Daten Creidlitz Gemeindehaus: 50/14’/17’’ N, 10/58’/31’’ O

Mittlere Seehöhe: 282 über NN

Fläche: 2,30 km²

Einwohner: 1705 (Stand 30.06.2010)

Kfz Kennzeichen: CO

Postleitzahl: 96450

Telefonvorwahl: 09561

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